- Reifegrad
- Alltag
- Beleglage
- gemischt
- Wirkung auf Arbeit
- mittel
- Schadensrisiko
- mittel
- KI-Impact heute und 2029
- spürbar, 2029 spürbar
- Rolle des Menschen 2029
- entscheidet, KI bereitet vor
Auf dieser Seite
Was tut KI hier?
- KI-Tutorgenerative KIErprobung
Ein Sprachmodell führt durch Aufgaben, gibt Hinweise, ohne die Lösung vorzusagen, und geht auf Fehler ein.
Physikkurs an der Harvard-Universität 2023; Schulprogramm in Benin City, Nigeria, 2024; Mathematik an Schulen in der Türkei
- Lernen mit Chatbotsgenerative KIAlltag
Schüler und Studierende lassen sich Inhalte erklären, Fragen beantworten und Texte erstellen.
74 % der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland nutzen KI für Hausaufgaben oder zum Lernen (Studie Jugend, Information, Medien, JIM 2025)
- Unterrichtsvorbereitunggenerative KIAlltag
Lehrkräfte lassen sich Aufgaben, Unterrichtsentwürfe und Prüfungsfragen entwerfen. Zum Bewerten von Schülerarbeiten nutzen sie KI selten.
Deutsches Schulbarometer 2026: 64 % der KI nutzenden Lehrkräfte erstellen damit Aufgaben, 58 % planen damit Unterricht, 8 % bewerten damit Schülerarbeiten
- Schulplattform der Ländergenerative KIAlltag
Eine Oberfläche bindet mehrere Sprachmodelle an. Lehrkräfte richten Lernszenarien ein, die Anmeldung läuft über die Schulportale der Länder.
telli, seit Mai 2026 AIS.chat, vom FWU, dem Medieninstitut der Länder; alle 16 Länder beteiligt, Server in der EU
- KI-Schulung im Betriebgenerative KIAlltag
Unternehmen schulen Beschäftigte im Umgang mit KI-Werkzeugen.
Nach einer Bitkom-Befragung von 2025 schulen 43 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten niemanden
- Erkennung von KI-TextenMaschinenlernenVersprechen
Programme schätzen, ob ein Text von einem Sprachmodell stammt. Bei Texten von Nicht-Muttersprachlern lösen sie häufig Fehlalarm aus.
Test von sieben verbreiteten Detektoren, 2023
Was ist belegt?
- In einer randomisierten Studie an der Harvard-Universität lernten Studierende eines Physikkurses mit einem eigens entwickelten KI-Tutor mehr als doppelt so viel wie im aktiven Präsenzunterricht. Sie brauchten dafür im Median 49 statt 60 Minuten.
- Ein sechswöchiges Programm mit generativer KI an einer Schule in Nigeria brachte nach Angaben von Weltbank-Forschenden einen Lernzuwachs von rund 0,3 . Begutachtet war die Auswertung im Januar 2025 noch nicht.
- Ein Tutor mit Leitplanken, der nur Hinweise gibt, verhinderte in einer Feldstudie mit fast 1.000 Schülern in der Türkei die Lernverluste, die ein frei nutzbarer Chatbot verursachte.
- Der Anteil der Lehrkräfte, die KI mindestens mehrmals im Monat beruflich nutzen, stieg innerhalb eines Jahres von rund 31 % auf 52 % (Befragung Ende 2025).
Wo liegen Grenzen und Schäden?
- Ein frei nutzbarer Chatbot verbesserte in der türkischen Studie die Übungsergebnisse um 48 %, die Leistung in der Prüfung ohne KI sank aber um 17 % gegenüber der Vergleichsgruppe.
- Sieben verbreitete KI-Detektoren stuften in einem Test von 2023 im Mittel 61,3 % der Aufsätze von Nicht-Muttersprachlern fälschlich als KI-Text ein.
- Eine Metaanalyse zur Wirkung von ChatGPT auf Lernleistung, Lernwahrnehmung und höheres Denken wurde im April 2026 zurückgezogen.
- Zwei Drittel der Lehrkräfte erwarten negative Folgen für kritisches Denken und soziale Fähigkeiten; gemessen sind diese Folgen nicht.
- Im Vereinigten Königreich übernahmen nach einer Befragung vom Dezember 2025 12 % der Bachelorstudierenden KI-Text direkt in bewertete Arbeiten, ein Jahr zuvor waren es 8 %.
- In der JIM-Studie 2025 halten 57 % der Befragten die von KI gelieferten Informationen für vertrauenswürdig. Ob sich der Wert auf alle 12- bis 19-Jährigen oder nur auf Nutzer bezieht, geht aus der Zusammenfassung nicht eindeutig hervor.
Wie geht es bis 2029 weiter?
Heute spürbar, 2029 spürbar. Lernende und Lehrkräfte nutzen KI breit, Lernende vor allem für Hausaufgaben und zum Lernen, Lehrkräfte in den USA vor allem für Vorbereitung, Arbeitsblätter und Verwaltung. Unterricht und Bewertung bleiben bei den Lehrkräften, und die Lernwirkung hängt stark von der Gestaltung ab.
Was beim Menschen bleibt. Lehrkräfte unterrichten, begleiten Lernende persönlich, wählen KI-Material aus, prüfen es und bewerten Leistungen selbst.
Wie schnell wird KI hier besser?
In den USA sagen die meisten KI-nutzenden Lehrkräfte, dass sich die Qualität ihrer Arbeitsblätter, Tests und Verwaltungstexte verbessert; höchstens 16 % sehen eine Verschlechterung. Die Lernwirkung hängt von der Gestaltung ab. Ein eigens gestalteter KI-Tutor verbesserte in Harvard die Lernergebnisse. Schülerinnen und Schüler, deren Nachhilfe-Tutoren eine KI-Assistenz nutzten, meisterten Lernthemen um 4 Prozentpunkte häufiger (Vorabdruck). Ein ungeleiteter Chatbot verschlechterte dagegen die Prüfungsleistung in Mathematik um 17 %.
Wo reicht die Qualität schon, sodass Menschen vor allem prüfen?
Bei Entwürfen für Arbeitsblätter, Übungen, Tests und Verwaltungstexte prüfen und passen Lehrkräfte vor allem an. In den USA berichten 80 bis 84 % der KI-nutzenden Lehrkräfte von Zeitersparnis; wer KI wöchentlich nutzt, schätzt sie auf 5,9 Stunden je Woche. Bei Bewertung und Prüfung reicht das nicht. KI-Detektoren stuften in einer Studie von 2023 die meisten Aufsätze von Nicht-Muttersprachlern fälschlich als KI-Text ein, und nach der Empfehlung der Kultusministerkonferenz bleibt die Bewertung Aufgabe der Lehrkraft.
Was bremst?
Datenschutz und die Bindung an landeseigene Plattformen wie AIS.chat, den Chatbot aller 16 Länder, bremsen den Einsatz. Ab 2. Dezember 2027 kommen Hochrisiko-Pflichten der KI-Verordnung für Bewertung, Zulassung und Prüfungsaufsicht hinzu; Emotionserkennung in Bildungseinrichtungen ist seit Februar 2025 verboten. Viele Lehrkräfte fühlen sich im Umgang mit KI noch unsicher, auch wenn der Anteil der Sicheren in einem Jahr von 38 auf 48 % stieg.
Was könnte die Einschätzung kippen?
Die Wirkungsbelege stammen aus wenigen, meist kurzen Studien außerhalb Deutschlands, und eine Metaanalyse wurde zurückgezogen; gemessene Werte zu Zeitersparnis und Lernwirkung an deutschen Schulen liegen bisher nicht vor. Der Lehrkräftemangel in der Sekundarstufe I und an beruflichen Schulen könnte den Einsatz beschleunigen. Bewähren sich KI-Tutoren mit Leitplanken im Schulalltag, wäre 2029 bei Übung und Rückmeldung auch Stufe 4 denkbar.
Geschätzt aus den Belegen dieses Blatts. Wie die Werte entstehen
Was ändert sich für die Arbeit?
Lehrkräfte, die KI nutzen, setzen sie vor allem für Aufgaben (64 %) und Unterrichtsplanung (58 %) ein. 52 % aller befragten Lehrkräfte sehen persönlichen Fortbildungsbedarf. Von den Unternehmen ab 20 Beschäftigten schulen 8 % alle Beschäftigten zu KI, 43 % niemanden (Bitkom-Befragung 2025).
Die Kultusministerkonferenz der Länder hält in ihrer Handlungsempfehlung vom 10. Oktober 2024 ein allgemeines Verbot von KI bei Hausarbeiten weder für zielführend noch für durchhaltbar. Prüfungen sollen sich stärker auf Prozesse, Präsentationen und mündliche Verteidigung stützen, die Bewertung bleibt bei der Lehrkraft.
Welche Regeln gelten?
Seit 2. Februar 2025 verbietet die Systeme, die in Bildungseinrichtungen Emotionen erkennen sollen, außer aus medizinischen oder Sicherheitsgründen (Art. 5 Abs. 1 Buchst. f). Als hochriskant gelten KI-Systeme, die über Zulassung entscheiden, Leistungen bewerten, das Bildungsniveau einstufen oder Prüfungen überwachen (Anhang III Nr. 3). Ihre Pflichten gelten nach dem ab 2. Dezember 2027. Der DigitalPakt 2.0, das gemeinsame Programm von Bund und Ländern für die Digitalisierung der Schulen, läuft seit 1. September 2026 mit 5 Milliarden Euro bis 2030; KI nennt die Ankündigung nicht ausdrücklich.
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Quellen dieser Seite
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- From chalkboards to chatbots: Transforming learning in Nigeria, one prompt at a time. Weltbank (Blog), 9. Januar 2025.
- Kestin u. a., AI tutoring outperforms in-class active learning: an RCT introducing a novel research-based design in an authentic educational setting, 15:17458 (Volltext über Europe PMC, PMC12179260). Scientific Reports, 3. Juni 2025.
- Without Guardrails, Generative AI Can Harm Education (zu Bastani u. a., Generative AI without guardrails can harm learning, PNAS 122(26):e2422633122). Knowledge at Wharton, 27. August 2024.
- JIM-Studie 2025. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 14. November 2025.
- Deutsches Schulbarometer Lehrkräfte 2026 (Forschungsbericht). Robert Bosch Stiftung, Juni 2026.
- telli an weiteren Schulen im Einsatz: Schleswig-Holstein, Saarland, Bayern und Nordrhein-Westfalen. FWU, 5. Dezember 2025.
- Neuer Name für den KI-Chatbot. FWU, 7. Mai 2026.
- Studienbericht Künstliche Intelligenz (2026). Bitkom, Februar 2026.
- Liang u. a., GPT detectors are biased against non-native English writers, 4(7) (Volltext über Europe PMC, PMC10382961). Patterns, 10. Juli 2023.
- Wang und Fan, The effect of ChatGPT on students' learning performance, learning perception, and higher-order thinking: insights from a meta-analysis, Humanities and Social Sciences Communications 12:621. Crossref-Metadaten, 22. April 2026.
- Student Generative AI Survey 2026 (HEPI Report 199). Higher Education Policy Institute (HEPI), 12. März 2026.
- Three in 10 Teachers Use AI Weekly, Saving Six Weeks a Year. Gallup, 24. Juni 2025.
- Handlungsempfehlung für die Bildungsverwaltung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen. Kultusministerkonferenz, 10. Oktober 2024.
- Wang, Ribeiro, Robinson, Loeb, Demszky, Tutor CoPilot: A Human-AI Approach for Scaling Real-Time Expertise (2410.03017). arXiv, 26. Januar 2025.
- Anhang III KI-Verordnung (EU) 2024/1689 (inoffizielle Textwiedergabe). artificialintelligenceact.eu, 2024.
- Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital-Omnibus zur KI) vom 08.07.2026, Neufassung von Art. 4 VO (EU) 2024/1689. 8. Juli 2026.
- Artikel 5 KI-Verordnung (EU) 2024/1689 (inoffizielle Textwiedergabe). artificialintelligenceact.eu, 2024.
- Dokumentation 247, Lehrkräfteeinstellungsbedarf und -angebot in der Bundesrepublik Deutschland 2025 bis 2035. Kultusministerkonferenz (Bildungsministerkonferenz), Dezember 2025.
- Digitalpakt 2.0 startet: Fünf Milliarden Euro für die digitale Zukunft der Schulen. Bund und Länder (digitalpaktschule.de), 5. Oktober 2026.