- Reifegrad
- Alltag
- Beleglage
- gemischt
- Wirkung auf Arbeit
- mittel
- Schadensrisiko
- mittel
- KI-Impact heute und 2029
- spürbar, 2029 stark
- Rolle des Menschen 2029
- prüft und verantwortet
Auf dieser Seite
Was tut KI hier?
- Werbemittel auf Knopfdruckgenerative KIAlltag
Werbeplattformen erzeugen aus Produktfotos, Website-Adressen oder Textvorgaben Bilder, Videos und Anzeigentexte und spielen sie selbst aus.
Google Ads mit den Generatoren Veo und Imagen (Ankündigung Mai 2025); Asset Studio (Oktober 2026); Angaben des Herstellers ohne Nutzungszahlen
- Texte, Bilder und Varianten im Unternehmengenerative KIAlltag
Unternehmen und Agenturen erstellen mit KI Entwürfe, Varianten und Auswertungen für Marketing und Vertrieb.
Eurostat 2025: 35 % der KI nutzenden Unternehmen ab zehn Beschäftigten in Deutschland setzen KI dafür ein
- Betrugsprüfung von AnzeigenMaschinenlernenAlltag
Plattformen erkennen Betrugsanzeigen mit Sprachmodellen und Gesichtsabgleich, etwa gefälschte Werbung mit Prominenten.
Google sperrte 2024 nach eigenen Angaben über 700.000 Werbekonten wegen KI-Imitationen bekannter Personen
- Gefälschte Bewertungengenerative KIAlltag
Textgeneratoren erzeugen aus wenigen Stichworten beliebig viele detaillierte Kundenbewertungen.
Verfahren der US-Handelsbehörde (Federal Trade Commission, FTC) gegen den Dienst Rytr, 2024
- Kennzeichnung künstlicher InhalteMaschinenlernen und generative KIErprobung
Anbieter markieren KI-Ausgaben maschinenlesbar, Verwender kennzeichnen Fälschungen sichtbar, etwa mit einem einheitlichen Symbol.
Verhaltenskodex der EU-Kommission vom 10. Juni 2026
Was ist belegt?
- In der EU war Marketing oder Vertrieb 2025 der häufigste von Eurostat abgefragte Einsatzzweck. 34,7 % der KI nutzenden Unternehmen ab zehn Beschäftigten setzten KI dafür ein, in Deutschland 35,1 %. Der Digitalverband Bitkom, der Unternehmen ab 20 Beschäftigten mit anderen Kategorien befragt, nennt für Deutschland den Kundenkontakt als häufigstes Einsatzfeld (Kundenservice).
- In einer weltweiten Online-Befragung des Beratungsunternehmens McKinsey von 2026 schrieben die Befragten Umsatzzuwächse durch KI am häufigsten Marketing und Vertrieb zu. Es sind Selbstauskünfte, und McKinsey berät selbst zu KI.
- Plattformen setzen KI gegen Betrugsanzeigen ein. Meta gleicht Gesichter in verdächtigen Anzeigen mit den Profilbildern von Prominenten ab, seit März 2025 auch in der EU; Nutzermeldungen solcher Anzeigen sanken nach Angaben von Meta um 22 %. Google meldet für 2024 bei solchen Anzeigen 90 % weniger Meldungen; weniger Meldungen heißen nicht zwingend weniger Betrug.
Wo liegen Grenzen und Schäden?
- In einer Befragung des US-Branchenverbands Interactive Advertising Bureau glaubten 82 % von 104 Werbeverantwortlichen, junge Konsumenten sähen KI-Werbung positiv. Von 505 befragten jungen Konsumenten taten das 45 %. 20 % der Konsumenten nannten Marken, die KI nutzen, manipulativ, unter den Werbeverantwortlichen 10 % (Oktober 2025 bis Januar 2026).
- KI erleichtert gefälschte Bewertungen in großer Zahl; die US-Handelsbehörde FTC verbot sie 2024 ausdrücklich auch in KI-erzeugter Form.
- KI-erzeugte Imitationen bekannter Personen dienen als Köder für Betrug.
- Die Kennzeichnung hängt an Technik, die noch nicht ausgereift ist. Nach dem EU-Verhaltenskodex erfüllt keine einzelne Markierungstechnik alle Anforderungen.
Wie geht es bis 2029 weiter?
Heute spürbar, 2029 stark. In einer nicht repräsentativen Befragung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft gaben 98 % von 201 Agenturen an, generative KI zu nutzen. Werbeplattformen automatisieren die Gebote in Anzeigenauktionen und die Gestaltung. Bis 2029 dürften Varianten, Gebote und Ausspielung überwiegend von KI kommen; Menschen steuern, geben frei und verantworten Werbeaussagen und Kennzeichnung.
Was beim Menschen bleibt. Menschen legen die Markenstrategie fest, geben Kampagnen frei und tragen die rechtliche Verantwortung für Werbeaussagen und ihre Kennzeichnung.
Wie schnell wird KI hier besser?
In einer begutachteten Studie mit 254.400 Bewertungen übertrafen Marketingbilder führender Generatoren wie DALL-E 3 und Midjourney v6 menschengemachte bei Qualität und Realismus; ein einzelnes KI-Banner erzielte im Feldtest eine bis zu 50 % höhere Klickrate als ein professionelles Stockfoto. Auf der Werbeplattform Taboola schnitten KI-Anzeigen unter strengen Kontrollen so gut ab wie menschengemachte, Anzeigen, die nach KI aussahen, aber schlechter (Auswertung mit Daten der Plattform).
Wo reicht die Qualität schon, sodass Menschen vor allem prüfen?
Bei Bildmotiven, Anzeigenvarianten und Gebotssteuerung prüfen Menschen inzwischen vor allem. Sie achten dann auf Markenwirkung, die Wahrheit der Werbeaussagen und die Kennzeichnung; nach den Antworten der EU-Kommission zu Art. 50 KI-Verordnung steht etwa ein Werbeunternehmen als Betreiber für die Transparenzpflichten ein. Für Markenkampagnen mit emotionaler Wirkung reicht die Qualität nicht. McDonald’s Niederlande zog im Dezember 2025 einen KI-Weihnachtsspot nach Kritik zurück.
Was bremst?
Die Akzeptanz sinkt. Bei jungen US-Konsumenten lag der Anteil mit negativer Haltung zu KI-Werbung Ende 2025 12 Punkte höher als ein Jahr zuvor. Seit 2. August 2026 gelten die Kennzeichnungspflichten nach Art. 50 KI-Verordnung, etwa die Offenlegung von Deepfakes; die maschinenlesbare Markierung durch Anbieter bereits zuvor angebotener Systeme ist ab 2. Dezember 2026 Pflicht, und gefälschte Bewertungen sind nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verboten, gleich wie sie erzeugt wurden.
Was könnte die Einschätzung kippen?
Die meisten Wirkungsbelege stammen von Plattformen selbst oder aus US-Befragungen; Google etwa gibt für seine Funktion AI Max typischerweise 14 % mehr Conversions an, also gewünschte Kundenaktionen wie Käufe oder Anmeldungen, bei ähnlichen Kosten je Conversion (Herstellerangabe). Der Stellenabbau fiel bisher kleiner aus als erwartet. In einer weltweiten Befragung der Beratung McKinsey berichteten 2026 14 % der Befragten aus KI-nutzenden Organisationen einen KI-bedingten Rückgang der Belegschaft, ein Jahr zuvor hatten 32 % einen erwartet; in Marketing und Vertrieb war es etwa halb so oft wie vorhergesagt. In Deutschland nutzten 2025 9,1 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten KI für Marketing oder Vertrieb, 2024 waren es 6,6 %.
Geschätzt aus den Belegen dieses Blatts. Wie die Werte entstehen
Was ändert sich für die Arbeit?
In Unternehmen und Agenturen verändert KI vor allem die Herstellung von Werbemitteln und Varianten. 83 % der 104 befragten US-Werbeverantwortlichen geben an, ihr Unternehmen setze KI im Kreativprozess ein. Hinzu kommen Prüfung und rechtliche Absicherung, etwa bei der Kennzeichnung. Belastbare Zahlen zu Stellenabbau in deutschen Agenturen fehlen.
Welche Regeln gelten?
Seit 2. August 2026 müssen Chatbots sich als KI zu erkennen geben und Verwender Fälschungen () offenlegen (Art. 50 ). Bei erkennbar künstlerischen, satirischen oder fiktionalen Werken genügt der Hinweis, dass sie künstliche Inhalte enthalten. Anbieter generativer Systeme müssen ihre Ausgaben zudem maschinenlesbar markieren; für Systeme, die schon vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren, gilt diese Pflicht ab 2. Dezember 2026. Verstöße können mit Geldbußen bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Vorjahresumsatzes geahndet werden.
Gefälschte Verbraucherbewertungen sind nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb stets unzulässig, gleich wie sie entstanden sind (Anhang Nr. 23b und 23c).
Einordnung
Quellen dieser Seite
Die Ziffern im Text öffnen die Quelle. Alle Quellen der Website
Liste der 21 Quellen anzeigen
- Google Marketing Live 2025. Google, 21. Mai 2025.
- Turn your existing social assets into high-impact YouTube ads. Google, 1. Oktober 2026.
- Datenbank, Datensatz isoc_eb_ai (Nutzung künstlicher Intelligenz in Unternehmen), Abfrage Deutschland 2025. Eurostat, 20. Oktober 2026.
- Ads Safety Report 2024. Google, 16. April 2025.
- FTC Announces Crackdown on Deceptive AI Claims and Schemes. Federal Trade Commission, 25. September 2024.
- Commission publishes Code of Practice on marking and labelling AI-generated content. Europäische Kommission, 10. Juni 2026.
- Use of artificial intelligence in enterprises (Statistics Explained). Eurostat, Dezember 2025.
- Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI (Presseinformation). Bitkom, 14. September 2026.
- The state of AI. McKinsey & Company, 25. August 2026.
- Beitrag zu Gesichtserkennung gegen Betrugsanzeigen („celeb bait“), aktualisiert am 28.9.2025. Meta Newsroom, 28. September 2025.
- The AI Ad Gap Widens. Interactive Advertising Bureau (IAB) und Sonata Insights, 15. Januar 2026.
- Federal Trade Commission Announces Final Rule Banning Fake Reviews and Testimonials. Federal Trade Commission, 14. August 2024.
- Treiber der Transformation – Wie Agenturen generative KI nutzen (KI-Agenturbefragung). BVDW und Observatory International, April 2025.
- AI Max for Search campaigns (Blog). Google, 6. Mai 2025.
- FAQ – Transparency obligations under Article 50 AI Act. Europäische Kommission, 24. Juli 2026.
- The power of generative marketing: Can generative AI create superhuman visual marketing content? International Journal of Research in Marketing 42(1), 13–31. Jochen Hartmann, Yannick Exner, Samuel Domdey, 2025.
- Studie „AI Ads That Work: How AI Creative Stacks Up Against Humans“ mit Forschenden von Columbia, Harvard, TU München und Carnegie Mellon. Taboola (GlobeNewswire), 28. Januar 2026.
- Not lovin' it: McDonald's pulls Dutch AI Christmas ad. AFP über BNN Bloomberg, 10. Dezember 2025.
- Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital-Omnibus zur KI) vom 08.07.2026, Neufassung von Art. 4 VO (EU) 2024/1689. 8. Juli 2026.
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Anhang (zu § 3 Abs. 3), Nr. 23b und 23c. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de), 20. Oktober 2026.
- Datenbank, Datensatz isoc_eb_ai (Nutzung künstlicher Intelligenz in Unternehmen), Abfrage Deutschland 2024 und 2025. Eurostat, 20. Oktober 2026.